7 Stellungen, bei denen die Klitoris nicht zu kurz kommt
Für die meisten Frauen reicht Penetration allein nicht für einen Orgasmus, weil die Klitoris leer ausgeht. Die gute Nachricht: Mit ein paar Stellungen und kleinen Tricks lässt sich das ändern.
Warum die Stellung zählt
Laut einer US-Studie von Debby Herbenick (2018) kommt nur etwa jede fünfte Frau allein durch Penetration zum Orgasmus. Die meisten brauchen direkte Stimulation der Klitoris. Die richtige Stellung ist also kein Trick, sondern Anatomie.
1. Reiterstellung
Der Klassiker für den Orgasmus der Frau: Sie steuert Winkel, Tiefe und Tempo. Lehnt sie sich nach vorn, reibt die Klitoris am Schambein des Partners. Kreisende Bewegungen funktionieren oft besser als Auf und Ab.
2. CAT-Technik (verbesserte Missionarsstellung)
Die „Coital Alignment Technique“ stammt aus einer Studie von 1988 (Eichel et al.). Er rutscht aus der Missionarsstellung etwas höher, sodass die Penisbasis die Klitoris berührt. Statt Rein-Raus gibt es ein langsames, wiegendes Reiben. Ungewohnt, aber für viele die bessere Missionarsstellung.
3. Löffelchen mit Hand
Seitlich liegend, er hinter ihr. Ruhig, intim, wenig anstrengend, und die Hand erreicht die Klitoris problemlos. Ideal für langsamen Sex am Abend.
Die Klitoris ist keine Nebenrolle4. Doggy mit Vibrator
Beliebt wegen der Tiefe, aber die Klitoris geht leer aus. Lösung: ein kleiner Auflegevibrator oder die eigene Hand. Mit einem Kissen unter dem Becken stimmt auch der Winkel zur Vaginalvorderwand besser.
5. Bettkante
Sie liegt an der Bettkante, er steht oder kniet davor. Die Klitoris ist gut erreichbar, mit Hand oder Toy. Ein Kissen unter dem Becken unterstützt die G-Punkt-Stimulation.
6. Scherenstellung
Seitlich, einander zugewandt, die Beine verschränkt. Wenig Bewegung, viel Hautkontakt und Blickkontakt. Die Klitoris kann am Oberschenkel oder Becken des Partners reiben.
7. Lotussitz
Er sitzt im Schneidersitz, sie auf seinem Schoß, einander zugewandt. Enge Umarmung, viele Küsse, langsames Wiegen. Nähe und Reibung statt tiefer Stöße.
Der wichtigste Trick: ein Paarvibrator
Wenn du nur ein Toy wählst, dann einen Paarvibrator. Er wird beim Sex getragen, stimuliert Klitoris und Vorderwand, und der Partner spürt die Vibration mit. Viele Modelle lassen sich per App steuern.
Ein Wort zur Kommunikation
Die Stellung ist nur ein Werkzeug. Am meisten zählt, dass ihr einander sagt, was sich gut anfühlt: „langsamer“, „bleib so“, „etwas höher“. Und Vorspiel ist kein Vorspiel, sondern Teil des Sex.
Quellen
- Eichel, E. W., De Simone Eichel, J. & Kule, S. (1988): The technique of coital alignment and its relation to female orgasmic response. Journal of Sex & Marital Therapy, 14(2), 129–141. öffnen
- Herbenick, D. et al. (2018): Women's experiences with genital touching, sexual pleasure, and orgasm. Journal of Sex & Marital Therapy, 44(2), 201–212. öffnen
Häufige Fragen
In welcher Stellung kommt die Frau am leichtesten?
Für viele in der Reiterstellung, weil sie Winkel und Tempo steuert und nach vorn gelehnt auch die Klitoris stimuliert wird. Auch CAT-Technik und Löffelchen mit Hand sind sehr beliebt.
Was ist die CAT-Technik?
Eine Variante der Missionarsstellung: Er rutscht etwas höher und macht statt Rein-Raus eine wiegende, reibende Bewegung, sodass die Penisbasis die Klitoris stimuliert.
Ist ein Vibrator beim Sex in Ordnung?
Absolut. Die meisten Frauen brauchen direkte Klitorisstimulation, und ein Vibrator ist dabei eine einfache, wirksame Hilfe.




